Häufig gestellte Fragen
Wie wirkt Permethrin?
Der Wirkstoff Permethrin bewirkt eine Übererregung der Nervenbahnen des Parasiten. Hieraus resultieren Bewegungsstörungen, Lähmungen und Dyskoordinationen bis hin zum Absterben der Parasiten. Die Übererregung an den Nervenendigungen der Beine wird als "Hot-Foot-Effekt" bezeichnet und führt zum sofortigen Verlassen des Hundes. Permethrin gehört zur Gruppe der Pyrethroide, die für ihre sofortige abschreckende (repellierende) sowie schnell abtötende (insektizide/akarizide) Wirkung auf Parasiten bekannt sind.
Für Säugetiere ist der Wirkstoff bei äußerlicher Anwendung gut verträglich, da er nicht in den Blutkreislauf gelangt, wodurch eine Belastung innerer Organe vermieden wird.
Wie äußert sich der Repellenteffekt?
Unter einem Repellenteffekt wird die abschreckende Wirkung bestimmter Wirkstoffe auf Zecken und Insekten verstanden. Spot-on Tropfen mit Permethrin enthalten einen solchen Wirkstoff und verhindern durch den Repellenteffekt bei behandelten Hunden ein Aufsitzen, Stechen oder Beißen der Parasiten. Nach dem Auftragen verteilt sich der Wirkstoff gleichmäßig in der Haut des Hundes. Haben die Parasiten auch nur kurz Kontakt mit den Wirkstoffen, bewirkt er außerdem Koordinationsstörungen mit einer sich anschließenden Lähmung und den Tod der Parasiten (Knock-Down-Effekt). Ein Anheften und die damit verbundene mögliche Erregerübertragung werden dadurch verhindert (kontaktrepellent), ebenso wie eine weitere Erregerübertragung auf unbehandelte Hunde oder sogar den Menschen.
Wohin gelangt der Wirkstoff Permethrin?
Nach dem Auftragen verteilt sich Permethrin gleichmäßig in den oberen Hautschichten und entfaltet dort seine Wirkung. Eine Belastung innerer Organe wird dadurch vermieden. Zur Entfaltung der repellenten (abschreckenden) und abtötenden Wirkung auf Parasiten genügt der Kontakt mit dem behandelten Tier, ein Blutsaugen ist nicht notwendig.
Kann ein Hund, der mit einem permethrinhaltigen Spot-on Präparat behandelt wurde, unbedenklich von Kindern gestreichelt werden?
Obwohl Permethrin von der WHO (World Health Organisation) als sehr gering toxisch eingeschätzt und auch zur Behandlung von Läusen bei Säuglingen und Kleinkindern eingesetzt wird, sollten Kinder mit frisch behandelten Hunden die ersten 24 Stunden nicht in Kontakt kommen. Danach kann der Hund unbedenklich von Kindern gestreichelt werden.
Warum dürfen permethrinhaltige Spot-on Präparate nicht bei Katzen angewendet werden?
Katzen würden durch ihr Putzverhalten den Zecken-Stopper aktiv oral aufnehmen und können das darin enthaltene Permethrin nicht verstoffwechseln, da ihnen ein Enzym – die Glucuronyltransferase – fehlt, so dass es unweigerlich zu Vergiftungserscheinungen (Muskelkrämpfe, Ataxien) kommen würde. Wenn einer Katze versehentlich ein permethrinhaltiges Spot-on Präparat appliziert wurde, sollte sie umgehend mit einem fettlöslichen Shampoo, im Notfall auch mit einem Geschirrspülmittel, abgewaschen werden. Die Katze sollte unverzüglich zur weiteren Behandlung einem Tierarzt vorgestellt werden.

